Freitag, 18. Januar 2008 15.00 Uhr bis Sonntag, 20. Januar 2008 12.00 Uhr

Individuelle Pädiatrie - Sensible Grenzen

Die Bedeutung der Wahrnehmung für die kindliche Entwicklung

Die Tagung ist leider ausgebucht - Anmeldung daher nicht mehr möglich !

 
Tagungsort
Saal der WALA im Stammgebäude am Heilpflanzengarten
Bad Boll - Eckwälden

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Liebe Freunde und Interessenten des Medizinischen Seminars Bad Boll!

Der Anfang allen Philosophierens ist das Staunen. So unwissenschaftlich diese These im ersten Augenblick wirken mag, so bedeutend ist sie im klinischen Alltag eines jeden Therapeuten, der Säuglinge und Kinder behandelt. Vor allem das kindliche Staunen bedeutet vorurteilslose Offenheit für die Umgebung verbunden mit der Grundhaltung sympathischer Zuwendung. Die leibliche Grundlage für diese Offenheit bilden Organe, die anatomisch und funktionell mit den unmittelbaren Einflüssen der Umgebung in Beziehung treten: Nerven- Sinnes- und Hautorgane, jeweils embryologisch hervorgegangen aus dem äußeren Keimblatt, dem Ektoderm.

Sowohl bei den nach innen genommenen Häuten (Darm, Atemwege), der nach außen gewendeten Haut (Epidermis) als auch im Bereich von Nerven-Sinnes- Organen beobachten wir in der allgemeinmedizinischen Praxis vor allem bei Kindern zunehmend Funktionsschwächen und chronische Erkrankungen. Aus der vorurteilslosen Offenheit und sympathischen Zuwendung ist eine Abwehrhaltung gegenüber Fremdem geworden (Allergien), eine Überreizung der Sinne, bzw. eine Nervosität der Haut (Neurodermitis). Ziel einer anthroposophisch erweiterten Kinderheilkunde ist eine Therapie, die die Grenzorgane des Kindes stärkt. Neben einem gesunden Schutz des Innenraumes gilt es, eine solche Offenheit für die Umgebung anzulegen, damit wieder mit „Interesse“ die kindliche Zuwendung zur Umgebung erfolgt und das Kind weiterhin ein Freund (Philos) der es umgebenden Weisheit (Sophia) sein kann.

Nachdem 2007 das Stoffwechsel-Gliedmaßen-Systemim Vordergrund stand, wird es im Jahr 2008 um die ganzheitliche Behandlung des Nerven-Sinnes-Systems gehen, beginnend mit den sensiblen Grenzen im Kindesalter. Ausgehend von Menschenkundlichen Betrachtungen zur Entwicklung und Bedeutung der Grenzorgane im Kindesalter werden gestörte Wahrnehmungsprozesse und deren Therapien in der allgemeinmedizinischen Praxis dargestellt. Neurodermitis und andere Dermatosen, posttraumatische Belastungsstörungen, ADHS, Depressionen und Ängste im Kindesalter sind alles Symptome von Verletzungen sensibler Grenzen. Eine ganzheitlich erweiterte Therapie bedeutet die Anwendung von Substanzen, von äußeren Anwendungen, von Heilpädagogik und Psychotherapie, aber auch von Maßnahmen wie der Heileurythmie, die die eigenen sensiblen Grenzen mit einbeziehen. Spätestens am Samstag Abend kann sich jeder beim gemeinsamen Tanz von der Thematik berühren lassen gemäß der Frage: „H(ä)eute schon berührt?“

Auf Ihr Kommen und einen lebhaften Austausch freut sich im Namen aller MitarbeiterInnen des Seminars,

Ihr

Jan Vagedes

 

Programm:

Freitag, 18. Januar 2008

15.00 - 15.15

D r. J a n V a g e d e s, Kinderarzt, Filderstadt, Tübingen
Einführung in das Tagungsthema

15.15 - 16.45

G e o r g S o l d n e r, Kinderarzt, München
M a r k u s S o m m e r, Arzt, München
Sensible Grenzen – die Entwicklung der Haut und des Nerven-Sinnes-Systems in Schwangerschaft und früher Kindheit

16.45 - 17.30

Pause

17.30 - 18.15

Gemeinsame Aussprache zum Vortrag

18.15 - 19.00

D r . M a r i o Z ö l l n e r, Allgemeinarzt, Prien, Chiemsee
Gestörte Wahrnehmung von Schwer- und Aufrichtekräften – kindliche Fußfehlstellungen und ihre Behandlung

19.00 - 20.00

Abendpause

20.00 - 21.30

D r . H a r t m u t G . H o r n, Arzt für Naturheilverfahren, Aichtal
Psychotherapie, Homöopathie und äußere Anwendungen bei Kindern mit ADHS

 
Samstag, 19. Januar 2008

8.00 - 8.45

P i r k k o O l l i l a i n e n, Heileurythmistin, Filderstadt
Morgeneurythmie

9.00 - 10.00

D r . L ü d e r J a c h e n s, Dermatologe, Stiefenhofen
Ganzheitliche Behandlung der Neurodermitis und anderer Dermatosen im Kindesalter

10.00 - 10.45

Aussprache zum Vortrag

10.45 - 11.30

Pause

11.30 - 13.00

Arbeitsgruppen (siehe unten)

13.00 - 15.00

Mittagessen und Mittagspause

15.00 - 16.30

Arbeitsgruppen (siehe unten)

16.30 - 17.15

Pause

17.15 - 18.15

D r . A r n e S c h m i d t, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Herdecke
Wenn es Kindern „unter die Haut geht“ – Posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen und Ängste im Kindesalter

18.15 - 19.00

Aussprache zum Vortrag

19.00 - 20.00

Abendpause

20.00 - 21.30

C . M o l, I . W a g n e r, M . S t r a u b
„H(ä)eute schon berührt?“ – Kollektive Fußfehlstellungen und ihre musikalische Überwindung beim gemeinsamen Tanz auf griechische Art

 
Sonntag, 20. Januar 2008

8.00 - 8.45

P i r k k o O l l i l a i n e n
Morgeneurythmie

9.00 - 10.00

D r . S a b i n e S e b a s t i a n, Ärztin und Heileurythmistin, Pforzheim
Die Bedeutung der Heileurythmie für den Arzt

10.00 - 10.30

Aussprache zum Vorttrag

10.30 - 11.00

Pause

11.00 - 11.45

Plenum

11.45 - 12.00

G e o r g S o l d n e r, Arzt, München
Schlusswort

 

A r b e it s g r u p p e n:

A

Pirkko Ollilainen

Heileurythmie

B

Dr. Lüder Jachens

Therapie kindlicher Dermatosen

C

Dr. Hartmut G. Horn

Psychotherapie und äußere Anwendungen in der Kinderheilkunde

D

Fatemeh Jacobi, Heilpädagogin, Filderstadt
Dr. Jan Vagedes

Sinnespflege zur Förderung kindlicher Wahrnehmungsfähigkeit

 
K o s t e n, A n m e l d u n g:

Teilnehmerbeitrag:

180,00 Euro

Studenten

35,00 Euro

Bei Zahlungseingang des Tagungsbeitrages nach dem Anmeldeschluss 10.01.2008 erhöht sich der Beitrag auf regulär 210 Euro, Studenten 50 Euro. Für Abmeldungen nach dem Anmeldeschluss erheben wir eine Bearbeitungsgebühr von 40 Euro. Wir bitten um Verständnis, dass bei einer Stornierung unmittelbar in der Woche vor der Tagung der Tagungsbeitrag nicht mehr ausbezahlt werden kann.

1 Mittagessen/2 Abendessen zusätzlich 30 Euro (vegetarisch)

Reduzierter Tagungsbeitrag nur gegen vorherige Vorlage einer gültigen Bescheinigung!

Anmeldung nicht mehr möglich, da die Veranstaltung ausgebucht ist.

Die Tagung wird durch die zuständige Ärztekammer als ärztliche Fortbildung mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert.

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