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Individuelle Pädiatrie
Physiologische und therapeutische Bedeutung von Licht und Wärme

Tagungsort: Saal der WALA im Stammgebäude am Heilpflanzengarten, Bad Boll - Eckwälden

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Liebe Freunde und Interessenten des Medizinischen Seminars Bad Boll!

 

Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Heilt Sonnenlicht oder schadet es? Wie lange soll mein Kind dem Licht ausgesetzt sein, damit es genügend Vitamin D bildet und keine Rachitis entwickelt bzw. wie stark soll ich es vor dem Sonnenlicht schützen, damit es keinen Hautkrebs bekommt? Welche Bedeutung hat Licht überhaupt – und welche Bedeutung hat Wärme für die kindliche Entwicklung?

Passend zu der „dunklen und kalten Jahreszeit“ werden wir uns im Januar mit der physiologischen und therapeutischen Bedeutung von Licht und Wärme beschäftigen.  Thematischer Schwerpunkt dieses Jahres sind die aufbauenden und Leben ermöglichenden Kräfte, für die es in der antiken Naturphilosophie wie auch in der modernen Terminologie der Anthroposophischen Medizin unterschiedliche Begriffe gab und gibt. Licht und Wärme gehören unabdingbar zu diesen Kräften. Gerade in der Kindheit spielen sie eine elementare Rolle. Die adäquat dosierte Zuführung von äußerer Wärme ist genauso wichtig für das Kind wie die zu erlernende Fähigkeit, Wärme selbständig bilden und vor allem regulieren zu können. Doch wie sieht es mit dem Licht aus? Im Pflanzenreich ermöglicht die Photosynthese den Aufbau komplexer Kohlenhydrate. Wie ist es beim Tier und wie beim Menschen? Gibt es neben der Lichtaufnahme auch so etwas wie einen „Licht-Stoffwechsel“ und nach dem „Abbau“ des aufgenommenen Lichtes womöglich den „Aufbau“ körpereigenen Lichtes? Die moderne Vit-D-Forschung zeigt, dass Licht in metamorphosierter Form vielfältige Funktionen im menschlichen Organismus ausführt. Allein in den letzten zwei Jahren wurden 3979 Artikel und 715 Reviews  zum Thema Vitamin D veröffentlicht.

Sowohl wichtige Erkenntnisse der modernen Vitamin-D-Forschung (Dr. Till Reckert) als auch derjenigen zur Hautkrebsentstehung (Prof. Christoph Schempp) werden am Freitag einen Schwerpunkt darstellen, ergänzt durch die Darstellung des Licht-Trägers „Phosphorus“ in seinem homöopathischen Arzneimittelbild (Jan Bauer). Inwieweit körperliche Prozesse bis in die Form härtester Mineralisierung Ausdruck seelischer Entwicklungsschritte des Kindes sein können, wird Thema des Abendvortrags sein (Dr. Armin Husemann). Am Samstag geht es um Folgen des Wärme- und Licht-Mangels: Chronische Infekte, verlegte Atemwege, Paukenergüsse sind nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was in der allgemeinmedizinischen Praxis gerade in den licht- und wärmearmen Monaten den Alltag bestimmt. Georg Soldner wird Behandlungsmethoden aus dem Bereich der Anthroposophischen Medizin darstellen, ergänzt durch Arzneimittelbetrachtungen zu Salvia officinalis (Dr. Franziska Roemer) und Bryophyllum Argento cultum (Dr. Bettina Pump). Die therapeutische Sprachgestaltung spielt gerade bei einer gestörten Pneumatisation eine große Rolle und wird Thema einer Arbeitsgruppe sein (Ralf Unterbusch), ebenso die Heileurythmie (Pirkko Ollilainen). Daneben freuen wir uns auf eine Arbeitsgruppe mit praktischen Übungen zur Craniosacral-Therapie (Birgit Schopper und Brigitte von Wenzl).

Am Sonntag wird Dr. Alfred Längler, Leitender Kinderarzt am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke, über die Bedeutung des Fiebers sprechen. Den Abschluss bildet eine Kasuistik, in der es um „Lichtbildung“ geht, die auf einer anderen Ebene als die Vit-D-Biochemie liegt.

Im Namen des Vorbereitungskreises freut sich auf Ihr Kommen

Jan Vagedes

 

Programm:

Freitag, 15. Januar 2010
15.00 - 15.15 Dr. Jan Vagedes, Kinderarzt, Filderstadt/Tübingen
Einführung in das Tagungsthema
15.15 - 16.45 Prof. Dr. med. Dipl. Biol. Christoph M. Schempp, Universitäts-Hautklinik, Freiburg
Sonnenlicht und kindliche Haut – mit einem Beitrag zur Frage Sonnencremes und Krebsprävention
Vortrag mit Aussprache
   
16.45 - 17.30 Pause
   
17.30 - 18.15 Dr. Till Reckert, Kinderarzt, Reutlingen/Tübingen
Die Bedeutung der Vit-D-Bildung für die kindliche Entwicklung
18.15 - 18.30 Gemeinsame Aussprache
18.30 - 19.15

Jan Bauer, Arzt, Filderklinik
Zum homöopathischen Arzneimittelbild von Phosphorus

   
19.15 - 20.15 Abendpause
   
20.15 - 21.45 Dr. Armin Husemann, Arzt, Eugen-Kolisko-Akademie, Filderstadt
Der Zahnwechsel als Spiegel der Seelenentwicklung des Kindes

 

Samstag, 16. Januar 2010
08.00 - 08.45 Pirkko Ollilainen, Heileurythmistin, Filderstadt
Morgeneurythmie
09.00 - 10.15 Georg Soldner, Kinderarzt, München
Störungen der Pneumatisation von Mittelohr und Nasennebenhöhlen und ihre Behandlung
10.15 - 10.45 Aussprache zum Vortrag
   
10.45 - 11.30 Pause
   
11.30 - 13.00 Arbeitsgruppen
   
13.00 - 15.00 Mittagessen und Mittagspause
   
15.00 - 16.30 Arbeitsgruppen
   
16.30 - 17.15 Pause
   
17.15 - 18.00 Dr. Franziska Roemer, Ärztin, WALA, Bad Boll
Salvia officinalis - Vortrag mit Aussprache
18.00 - 19.15 Dr. Bettina Pump, Kinderärztin, Filderstadt/Stuttgart
Bryophyllum Argento cultum - Vortrag mit Aussprache
   
19.15 - 20.15 Abendpause
   
20.15 - 21.45 Therapeutische Aussprache mit den Referenten

 

Sonntag, 17. Januar 2010
08.00 - 08.45 Pirkko Ollilainen, Heileurythmistin, Filderstadt
Morgeneurythmie
09.00 - 10.30 Dr. Alfred Längler, Leitender Kinderarzt, Witten-Herdecke
Die Bedeutung des Fiebers für die kindliche Entwicklung - Vortrag mit Aussprache
   
10.30 - 11.00 Pause
   
11.00 - 11.45 Dr. Jan Vagedes, Kinderarzt, Filderstadt/Tübingen
„So langsam kommt Licht in die ganze Geschichte...“
Kasuistik einer Säuglings-Pertussis unter erweiterten Gesichtspunkten
11.45 - 12.00 Georg Soldner, Kinderarzt, München
Gemeinsame Aussprache und Schlusswort

 

 

A r b e i t s g r u p p e n:
A Pirkko Ollilainen, Filderstadt Heileurythmie
B Prof. Christoph  Schempp

Sprechstunde Hauterkrankungen im Kindesalter

C Georg Soldner, München Sprechstunde Atemwegserkrankungen im Kindesalter
D Birgit Schopper, Brigitte von Wenzl, Zürich Praktische Übungen zur Craniosacraltherapie
E Ralf Unterbusch, Kunsttherapie im Fachbereich Atem und Sprache Therapeutische Sprachgestaltung mit Kindern

 

 

 
Weitere Termine  
11. - 13. Juni 2010 Mittleres Lebensalter
05. - 07. Nov. 2010 Zeit der Reife
14. - 16. Jan. 2011 Pädiatrie

 

Die Tagung wird durch die zuständige Ärztekammer als ärztliche Fortbildung mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert.

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