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Nerven-Sinnes-System und Ausatmung – Störungen des Zentralnervensystems im Mittleren Lebensalter

Termin: Freitag, 13. Juni 2008 15.00 Uhr bis Sonntag, 15. Juni 2008 12.00 Uhr

Anmeldeschluss 31. Mai 2008!

Tagungsort: Saal der WALA im Stammgebäude am Heilpflanzengarten, Bad Boll - Eckwälden

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Liebe Freunde und Interessierte des Medizinischen Seminars Bad Boll!

Ankommen will geübt sein. Nichts ist schlimmer, als nach Hause oder ins Büro zu kommen und gleich überfallen zu werden mit Nachrichten, Terminen und Verpflichtungen, am besten noch mit Kritik und Hinweisen auf eigene Fehler. Gerade in solchen Momenten spüren wir, wie eine geballte Ladung an Aufgaben nach der anderen aufgenommen wird, ohne dass es zwischenzeitlich zu einer gesunden und erholsamen "Ausatmung“ kommt. Vor allem im mittleren Lebensalter, der Zeit, in der das Seelisch-Geistige am stärksten vom Lebendig-Leiblichen „eingeatmet“ worden ist, kommt es gehäuft zu Situationen, in denen die Anforderungen im Beruflichen und im Privaten besonders groß werden. Es gilt, Erwartungen und Ansprüchen von drei Generationen gerecht zu werden, sich um die Kinder zu kümmern, aber auch um die kränker werdenden Eltern, und zwar so, dass nicht der Partner oder die Partnerin aus dem Blickfeld verloren gehen; im beruflichen Umfeld steigt der ständige Druck, in immer kürzerer Zeit immer mehr zu leisten, da "die Konkurrenz ja auch nicht schläft". Anstatt in der Lebensmitte wirklich ganz anzukommen, wird der geballte Druck „gestauter Einatmung“ entweder nach oben geschoben mit den Symptomen rezidivierender Kopfschmerzen oder verdrängt, indem er eine Etage tiefer im Leib abgespeichert wird. Leider, oder zum Glück, ist das Gedächtnis des Körpers jedoch sehr gut, so dass es uns immer wieder ermahnt, das Seelisch-Geistige in gesunder Form „auszuatmen“. Ausatmen will geübt sein, sowohl bei jedem einzelnen Atemzug als auch mit Bezug auf den gesamten Lebenslauf. Ab der Lebensmitte löst sich das Seelisch-Geistige allmählich wieder vom Lebendig-Leiblichen. Geschieht dieser Vorgang zu schnell, kommt es zu einer Dissoziation zwischen leiblichen und seelisch-geistigen Prozessen: Seelisch-Geistige Erlebnisse werden vom Leib nicht mehr so gespiegelt, dass sie bewusst als Erinnerungen zur Verfügung stehen (Demenz), oder der Körper führt unkontrollierte Zitter-Bewegungen aus (Parkinson), interessanterweise vor allem in Ruhephasen, also in den Momenten, in denen sich das Seelisch-Geistige weniger im Leiblichen engagiert als während bewusst ausgeführter Bewegungen.

Wir freuen uns auf den Vortrag von Herrn Prof. Rohen, der über entwicklungsgeschichtliche Aspekte des Alterns sprechen wird, ebenso über Beiträge zur konstitutionellen Grundlage und Therapie von Migräne, über einen Beitrag zum anthroposophischen Leibverständnis (das Gedächtnis des Körpers), über Ausführungen zum Verständnis und Therapie von Parkinson-Syndrom und Alzheimer-Demenz, des weiteren auf Darstellungen von Heilmitteln aus der anthroposophisch erweiterten Medizin, auf Arbeitsgruppen u.a. zur Behandlung von neurologischen Erkrankungen in der Allgemeinmedizinischen Praxis. Der ganzheitliche therapeutische Ansatz wird sich auch auf die Heileurythmie und auf die Anwendung von Öldispersionsbäder erstrecken. Nach dem Vortrag zu Demenz-Erscheinungen werden wir im abschließenden Plenum über all das reden, was wir bis zu diesem Zeitpunkt schon wieder vergessen haben….. solange, bis alle das Gefühl haben, ganz angekommen zu sein…

In diesem Sinne laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf einen lebendigen Austausch

Ihr
Jan Vagedes

 

Programm:

Freitag, 13. Juni 2008
15.00 - 15.15 Georg Soldner, Kinderarzt, München
Einführung in das Tagungsthema
15.15 - 16.30 Prof. Dr. Johannes Rohen,
em. Vorstand des Anatomischen Instituts der Universität Erlangen
Entwicklungsgeschichtliche Aspekte des Alterns
Vortrag mit Aussprache
   
16.30 - 17.15 Pause
   
17.15 - 18.15 Dr. Andreas Rivoir, Neurologe, Öschelbronn
Migräne - konstitutionelle Grundlage und Therapie
18.15 - 19.00 Gemeinsame Aussprache zum Vortrag
   
19.00 - 20.00 Abendpause
   
20.00 - 21.30 Dr. Jan Vagedes, Kinderarzt, Filderstadt/Tübingen
Cuprum metallicum – ein umfangreiches Spasmolytikum

 

Samstag, 14. Juni 2008
08.00 - 80.45 Pirkko Ollilainen, Heileurythmistin, Filderstadt
Morgeneurythmie
09.00 - 10.15 Dr. Christian Schopper, Psychiatrische Uni-Klinik, Zürich
Das Gedächtnis des Körpers –
ein Beitrag zum anthroposophischen Leibverständnis
10.15 - 10.45 Gemeinsame Aussprache zum Vortrag
   
10.45 - 11.30 Pause
   
11.30 - 13.00 Arbeitsgruppen
   
13.00 - 15.00 Mittagessen und Mittagspause
   
15.00 - 16.30 Arbeitsgruppen
   
16.30 - 17.15 Pause
   
17.15 - 18.00 Dr. Franziska Roemer, Ärztin, WALA, Bad Boll
Melisse - neue Aspekte einer alten Klosterheilpflanze
18.00 - 19.00 Dr. Reiner Sollfrank, Allgemeinarzt, Landshut
Heilpflanzen mit besonderem Bezug zum Nerven-Sinnes-System
   
19.00 - 20.00 Abendpause
   
20.00 - Dario Sivec, Julia Gerhardt, Assistenzärzte Paracelsus-Krankenhaus
Aglaia Graf, Heileurythmistin Ladakh – Tibet - Nepal

Reisebilder und Worte Rudolf Steiners
Anthroposophische Medizin in Nepal

 

Sonntag, 15. Juni 2008
08.00 - 80.45 Pirkko Ollilainen, Heileurythmistin, Filderstadt
Morgeneurythmie
09.00 - 10.30 Dr. Knut Humbroich, Leitender Neurologe, Herdecke
Von der physiologischen Devitalisierung zur pathologischen Sklerose. Verständnis und Therapie von Parkinson-Syndromen und Alzheimer-Demenz
   
10.30 - 11.00 Pause
   
11.00 - 11.45 Gemeinsame Aussprache zum Thema Alters-Demenz und Alzheimer
...und über das, was wir bis dahin schon wieder vergessen haben
11.45 - 12.00 Dr. Jan Vagedes, Kinderarzt, Filderstadt/Tübingen
Schlusswort

 

 

A r b e i t s g r u p p e n:
A Pirkko Ollilainen Heileurythmie
B Dr. Christian Schopper Gedächtnis – Körpergedächtnis, mit praktischen Übungen
C Markus Sommer, Arzt
Dr. Knut Humbroich
Behandlung von neurologischen Erkrankungen in der
Allgemeinmedizinischen Praxis
D Dr. Andreas Rivoir Therapie akuter und chronischer Kopfschmerzen
E Dr. Reiner Sollfrank Heilpflanzenbetrachtungen im WALA-Heilpflanzen-Garten
F Herr Reinhold Schön
Geschäftsführender Vorstand des Vereins Oeldispersionsbad, Eckwälden
Öldispersionsbäder bei nervalen Erschöpfungszuständen

 

 

Weitere Termine
07. - 09. November 2008
16. - 18. Januar 2009

 

 

K o s t e n, A n m e l d u n g:
Teilnehmerbeitrag: 180,00 Euro
Studenten 35,00 Euro

 

Bei Zahlungseingang des Tagungsbeitrages nach dem Anmeldeschluss 31.05.2008 erhöht sich der Beitrag auf regulär 210 Euro, Studenten 50 Euro. Für Abmeldungen nach dem Anmeldeschluss erheben wir eine Bearbeitungsgebühr von 40 Euro. Wir bitten um Verständnis, dass bei einer Stornierung unmittelbar in der Woche vor der Tagung der Tagungsbeitrag nicht mehr ausbezahlt werden kann.

1 Mittagessen/2 Abendessen zusätzlich 30 Euro (vegetarisch)

Reduzierter Tagungsbeitrag nur gegen vorherige Vorlage einer gültigen Bescheinigung!

Die Tagung wird durch die zuständige Ärztekammer als ärztliche Fortbildung mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert.

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