Wenn dem Herzen bange wird: Termin: Freitag, 06. November 2009 15:00 Uhr bis Sonntag, 08. November 2009 12:00 Uhr Tagungsort: Saal der WALA im Stammgebäude am Heilpflanzengarten, Bad Boll - Eckwälden ->Programm als PDF herunterladen Liebe Freunde und Interessenten des Medizinischen Seminars Bad Boll!
Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen! "Adieu", sagte der Fuchs. "Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Wenige Dialoge sind so schlicht und doch so vielsagend wie das Gespräch zwischen dem Fuchs und dem kleinen Prinzen. Kein Organ ist so einmalig dafür konzipiert, wahrzunehmen, wie das menschliche Herz. Mit jeder Diastole füllen sich die Kammern mit Blut aus der Peripherie des großen und kleinen Kreislaufes, mit jeder Systole strömt das Blut zentrifugal in die Peripherie zurück, wobei durch reflektierte Druckwellen das Herz mit jedem Pulsschlag den Spannungszustand peripherer Gefäße wahrnehmen kann. Sowohl beim Nehmen als auch beim Geben gilt die ganze Aufmerksamkeit der Peripherie. Kein Organsystem wird im Lauf des Lebens so verletzbar wie das Herz-Kreislauf-System. In den letzten Jahren sind in Deutschland pro Jahr etwa 60.000 Menschen an Erkrankungen der Atemwege gestorben, jedoch fast sechsmal so viele Menschen an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Was macht dieses zwischen Zentrum und Peripherie vermittelnde Organsystem so verletzbar – und vor allem: was macht es gesund? In dem Gespräche mit dem kleinen Prinzen spricht der Fuchs über die Bedeutung des Vertrauens und gebraucht dabei den Ausdruck „zähmen“. „Was heißt ,zähmen'?", wollte der kleine Prinz wissen. "Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet: sich vertraut machen ... Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt ..."."Ich beginne zu verstehen", sagte der kleine Prinz. "Es gibt eine Blume ... ich glaube, sie hat mich gezähmt ..." Erhöhte Cholesterin- und Zuckerwerte, Bewegungsmangel, Adipositas oder Nikotinabusus können als Ursachen für Herzerkrankungen gefunden und beschrieben werden. Ob aber damit das gesamte Spektrum schon abgedeckt ist, wird Thema unserer Tagung sein. Neben embryologischen Aspekten, Gesichtspunkten aus dem Bereich der naturwissenschaftlich orientierten Medizin sowie der Stress- und Burnout-Forschung wird es vor allem um ein aus anthroposophischer Sicht erweitertes Verständnis von Herzerkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten gehen. Dabei wird sich herausstellen, dass es gar nicht banal ist, ob man sich einen Menschen im Laufe des eigenen Lebens wirklich vertraut gemacht hat und ihm vertraut geworden ist oder nicht, ob man die Peripherie mit dem Herzen wahrgenommen hat, bzw. man sich „von einer Blume hat zähmen lassen“, wie es der kleine Prinz beschreibt, und bereit war, für sie Zeit zu „verlieren“. "Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig". "Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe ...", sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken. In diesem Sinne laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf einen lebendigen Austausch.
Jan Vagedes
Programm:
Bei Zahlungseingang des
Tagungsbeitrages nach dem Anmeldeschluss erhöht sich der Beitrag auf regulär 210 Euro, Studenten 50 Euro. Reduzierter Tagungsbeitrag nur gegen vorherige Vorlage einer gültigen Bescheinigung! Die Tagung wird durch die zuständige Ärztekammer als ärztliche Fortbildung mit 20 Fortbildungspunkten zertifiziert. ->Seitenanfang Copyright Medizinisches Seminar Bad Boll e.V. |
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