Bin ICH willkommen? –

Individuelle Pädiatrie


Medizinische Tagung 19. - 21. Januar 2018
in Bad Boll/Eckwälden

Liebe Freunde, Liebe Kollegen!

 

»Bin ich willkommen?«. Wenn wir uns diese Frage stellen, zu welchem Lebensgefühl kommen wir dann? Wie muss es sich anfühlen, wenn man tief im Inneren das Grundgefühl hat: »Ich bin nicht wirklich willkommen«? Welche Energie wird dagegen frei bzw. welche Lebenskräfte werden generiert, wenn ich mich bedingungslos und unhinterfragt willkommen fühle? In dem Wort »Kommen« steckt implizit das Phänomen, dass dort schon jemand ist, zu dem man geht: Eltern heißen ihre Kinder im Rahmen der Konzeption, intrauterin bzw. bei der Geburt willkommen – oder auch leider nicht?! In einem deutschen Geburtstagslied heißt es: »Wie schön, dass Du geboren bist, wir hätten Dich sonst sehr vermisst«, oder auch leider nicht?!Wir heißen die Menschen, die aufgrund bestehender Lebensbedrohung zu uns flüchten, willkommen – oder auch leider nicht?! Sind Menschen mit Behinderung bei uns willkommen, falls nein, warum eigentlich nicht und wie definieren wir Behinderung? Stellt nicht schon allein der Versuch, Menschen als behindert zu definieren, die größte zwischenmenschliche Behinderung dar?

Das Zueinanderfinden und – kommen findet nicht nur zwischen Völkern, Generationen und generell Mitmenschen, sondern auch in uns selber statt. Kann ich meinen eigenen Körper willkommen heißen, obwohl er nicht dem Ideal entspricht, das mir die Werbung in den Medien oder für Jugendliche die Casting-Show als erstrebenswertes Vorbild suggerieren? Werden wir Menschen uns in Zukunft willkommen fühlen in Körpern, die aufgrund einer immer potenter werdenden Präimplantations – bzw. Pränatal-Intervention dem Design-Entwurf und den Wunschvorstellungen der Erzeugergeneration entsprechen? Was, wenn bei dem Design zukünftiger Menschen Planungsfehler auftauchen? Sortieren wir sie dann besser aus mit der stillschweigenden Übereinkunft: »Du sollst besser nicht kommen«? Wie gehen wir prinzipiell mit den eigenen Fehlern, wie mit denjenigen unserer Mitmenschen um, heißen wir diese willkommen?

 

 

Eine über 2000 Jahre alte Erzählung erscheint unter diesen Gesichtspunkten hochmodern. Der »verlorene Sohn« wird nach all seinen Ausschweifungen und Verfehlungen bei seiner Rückkehr von Herzen willkommen geheißen. Der artig und brav gebliebene Bruder hadert mit der innerfamiliären Willkommensgeste. Wir können beide Brüder als Eigenschaften in uns wiedererkennen: Zentripetale, die Ordnung und Vernunft, den Verzicht und die »reine Seele« suchende Kräfte auf der einen Seite und zentrifugale, den Ausbruch und die Unvernunft, das Ausschweifende und den »Off-Road-Status« suchende Kräfte auf der anderen Seite.

Gesundheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess, in dem ständig neu der liebevolle und versöhnliche Ausgleich zwischen beiden Kräften gesucht und gefunden werden muss. Je mehr wir uns in diesem Sinne selber willkommen heißen können, umso mehr wird auch unser jeweiliges Gegenüber eine positive Antwort finden auf die Frage: »Bin ich willkommen?«.

 

Wir laden Sie zu einer Tagung ein, bei der es um die integrativen Ansätze der Anthroposophischen Medizin als »Willkommens-Medizin« geht, die psychosoziale und kulturelle Perspektiven einschließt. Dabei wird am Samstagabend unter den Klängen argentinischer Tango-Musik möglicherweise das »Willkommens-« zu einem »Will-tanzen-Gefühl« gesteigert.

 

Nicht nur in diesem Sinne heiße ich Sie im Namen des Vorbereitungskreises zum Medizinischen Seminar in Bad Boll herzlich willkommen.

 

Dr. Jan Vagedes

 

 

freitag, 19.01.2018

15.00 – 15.15

Dr.  Jan Vagedes
Einführung in das Tagungsthema
 
15.15 – 16:30

Angelika Maaser
Willkommensein in Empfängnis und Schwangerschaft

 

16.30 - 17:00

Aussprache zum Vortrag

 

17.00 - 17.45

Pause

 

17.45 – 18.45

Dr. René Madeleyn
Fragen zur IVF aus Sicht des Kinderarztes

18.45 - 19.00

Aussprache zum Vortrag

 
19.00 – 20.00

Abendpause
 
20.00 – 21.00

Dr. Markus Krüger
Anthroposophische Medikamente, Äußere Anwendungen, Kunsttherapien - eine multimodale Willkommenskultur für das ICH

21.00 – 21.15

Aussprache zum Vortrag

 

samstag, 20.01.2018

 08.00 – 08.45

Pirkko Ollilainen
Therapeutische Eurythmie zum Tagungsthema

09.00 – 10.30

Markus Sommer, Georg Soldner
Licht und Wärme - die therapeutische Anwendungvon potenziertem Phosphor bei Entzündungen der Atemwege

10.30 – 10.45

Aussprache zum Vortrag

10.45 – 11.30

Pause

11.30 – 13.00

Arbeitsgruppen

13.00 – 15.00

Mittagessen und Mittagspause

15.00 – 16.30

Arbeitsgruppen

16.30 – 17.15

Pause

17.15 – 18.00

Prof. Dr. David Martin
Fiebermanagement und Elternschulung

 

18.00 – 18.45

Bernd Ruf
Notfallpädagogik bei Kindern aus Kriegsgebieten

 

18.45 – 19.00

Aussprache zu den Vorträgen


  19.00 – 20.00

Abendpause

ab 20.00

Künstlerischer Abend mit Anna-Sophia Werthmann
und Lukas Hirt

Willkommen beim Tango und weiteren Tänzen: Einführung in den Tango Argentino mit anschließendem Tanzabend

 

sonntag, 21.01.2018

08.00 – 08.45

Pirkko Ollilainen
Therapeutische Eurythmie zum Tagungsthema

 

09.00 – 10.15

Sabine Renning, Dr. Jan Vagedes

Ein Kind mit Trisomie 21 heißt uns Erwachsene herzlich Willkommen

 

10.15 - 11.00

Pause

 

11.00 – 12.15

Joseph Ulrich
"Bin ich willkommen?" Wahrnehmung, Wertschätzung und Entwicklung im schöpferischen Prozess
Vortrag mit Aussprache

 

12.15 – 12.30

Georg Soldner
Schlusswort

 

arbeitsgruppen

a

Pirkko Ollilainen
Therapeutische Eurythmie zum Tagungsthema

 

b

Angelika Maaser
Sprechstunde: Gynäkologie

c

Joseph Ulrich
Der schöpferische Prozess im bildnerischen Gestalten - Maltherapie als mögliches Vorbild für Selbstheilungskräfte

 

D

Bernd Ruf
Notfallpädagogik mit Jugendlichen


e

Georg Soldner
Kindersprechstunde

f

René Madeleyn
Impfsprechstunde


G

Birgit Krohmer
Sinnl-ICH pflegen als Tor zur Welt

 

H

Dr. Christian Schopper
Übungen zur Stärkung des Ichs

 

 

 

Dr.Jan Vagedes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
Filderstadt/Tübingen

 

Dr.  Jan Vagedes ist Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Seminars Bad Boll, Leiter des ARCIM Institute an der Filderklinik und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Tübingen.  Er studierte Philosophie und Medizin in München und war bis 2012 Leitender Oberarzt für Pädiatrie und Neonatologie an der Filderklinik.

Dr.Jan Vagedes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
Filderstadt/Tübingen

Dr.Jan Vagedes

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin,
Filderstadt/Tübingen

Georg Soldner

Kinderarzt, München

 

Georg Soldner, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin  ist Leiter der Akademie Anthroposophische Medizin der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland sowie der Medizinischen Sektion in Dornach.
Schwerpunkt seiner Arbeit als niedergelassener Arzt sind Kinder mit chronischen Erkrankungen.

Georg Soldner

Kinderarzt, München

Georg Soldner

Kinderarzt, München

Markus Sommer

Arzt, München

 

Nach dem Medizinstudium klinische Tätigkeit in Innerer Medizin, Geriatrie und Neurologie. Seit 1988 kontinuierliche Mitarbeit am Med. Seminar Bad Boll. Seit 1994 Praxis mit Schwerpunkt neurologische Erkrankungen, Anthrop. Med. (GAÄD).  Stellvertr. Vorsitzender der Kommission C am Bundesamt f. Arzneimittel und Medizinprodukte. Vorstandsvorsitzender der Dr.-Hauschka-Stiftung. Zahlreiche Publikationen.

 

Markus Sommer

Arzt, München

Markus Sommer

Arzt, München

Dr. Christian Schopper

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich

 

 Dr. Christian Schopper ist   Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie mit ausgedehnter Praxistätigkeit in Zürich u.a. als leitender  Oberarzt in der Psychiatrischen Uniklinik Burghölzli und  der neurologischen Uniklinik in Zürich. Langjähriger ärztlicher Direktor der psychosomatischen Kliniken Sonneneck; Internationale Kurs- und Vortragstätigkeit.

Dr. Christian Schopper

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich

Dr. Christian Schopper

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich

Sabine Renning

Bankkauffrau, Elternberaterin frühe Kindheit (IPSUM), Rechberghausen

Mutter von drei, teils erwachsenen Kindern; das jüngste Kind kam mit Trisomie 21 zur Welt; seit über 30 Jahren arbeitet sie bei der ortsansässigen Sparkasse;  2011 hat Sabine Renning bei ISPUM in Stuttgart die Ausbildung zur Elternberaterin Frühe Kindheit erfolgreich absolviert; geichzeitig betreibt sie mit ihrem Verein ein Kultur- und Begegnungscafé namens CasaNova e.V.


Sabine Renning

Bankkauffrau, Elternberaterin frühe Kindheit (IPSUM), Rechberghausen

Sabine Renning

Bankkauffrau, Elternberaterin frühe Kindheit (IPSUM), Rechberghausen

Bernd Ruf

Sonder- und Waldorfpädagoge, Karlsruhe

Mitbegründer FWS und Parzival-Schulzentrum Karlsruhe, Schulleiter. Gf. Vorstand Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners. Internat. Vortrags- und Seminartätigkeit zu Waldorf- und Notfallpädagogik. Leiter notfallpädagogischer Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophengebieten sowie der Ambulanz für Notfallpädagogik am Parzival-Zentrum.

Bernd Ruf

Sonder- und Waldorfpädagoge, Karlsruhe

Bernd Ruf

Sonder- und Waldorfpädagoge, Karlsruhe

Josef Ulrich

Kunsttherapeut, Klinik Öschelbronn

 

Josef Ulrich, seit 1985 als Kunsttherapeut vollberuflich in der Onkologie der  Klinik Öschelbronn tätig. 1995-2002 Ausbildung in der Psychoonkologie bei Dr. Carl Simonton. Aufbau und Entwicklung einer spirituellen Psychoonkologie verwoben mit dem Feld der Kunsttherapie . Tätigkeiten Seminarleiter, Ärzteausbildung, Vortragsredner, Künstler, Autor.

 

Josef Ulrich

Kunsttherapeut, Klinik Öschelbronn

Josef Ulrich

Kunsttherapeut, Klinik Öschelbronn

Pirkko Ollilainen

Heileurythmistin an der Filderklinik, Filderstadt

 

Pirkko Ollilainen, geboren in Finnland, Eurythmie- und Heileurythmie-Ausbildung in England und Deutschland.
Seit 1977 an der Filderklinik als Heileurythmistin tätig. Internationale Lehrtätigkeit in medizinischen Einrichtungen und Ausbildungsstätten.

 

Pirkko Ollilainen

Heileurythmistin an der Filderklinik, Filderstadt

Pirkko Ollilainen

Heileurythmistin an der Filderklinik, Filderstadt

Dr. René Madeleyn

Kinder- und Jugendarzt,

Filderstadt

 

1991-2013 Leitender Kinderarzt an der Kinderabteilung der Filderklinik, seitdem ist Dr. René Madeleyn  dort für die Neuropädiatrie verantwortlich. Er ist an mehreren anthroposophischen Seminaren als Dozent beteiligt. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Epilepsiebehandlung.

 

 

Dr. René Madeleyn

Kinder- und Jugendarzt,

Filderstadt

Dr. René Madeleyn

Kinder- und Jugendarzt,

Filderstadt

Dr. Markus Krüger

Pädiater,

Filderstadt

 

Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinder-Pneumologie, Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie, leitender Arzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin, Filderklinik, Filderstadt. Dozent an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter. Vorstand und Dozent im internationalen Verein für Öldispersionsbadetherapie.

 

 

Dr. Markus Krüger

Pädiater,

Filderstadt

Dr. Markus Krüger

Pädiater,

Filderstadt

Birgit Krohmer

Waldorferzieherin, Fachberaterin, Dozentin, Heileurythmistin, Freiburg

 

 Birgit Krohmer ist Mutter von drei erwachsenen Kindern und arbeitet seit über 30 Jahren in der Aus- und Weiterbildung von Erziehern, Hebammen, Lehrern und Therapeuten und in der Elternarbeit.

 

Birgit Krohmer

Waldorferzieherin, Fachberaterin, Dozentin, Heileurythmistin, Freiburg

Birgit Krohmer

Waldorferzieherin, Fachberaterin, Dozentin, Heileurythmistin, Freiburg

Angelika Maaser

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Psyhotherapeutin, Berlin

 

Naturheilverfahren, seit 16 Jahren niedergelassen in eigener Praxis in Berlin mit den Schwerpunkten Schwangerenbetreuung, Pränataldiagnostik und psychosomatische Frauenheilkunde, Psychotherapie, aktiv in der Weiterbildung anthroposophische Frauenheilkunde.

 

Angelika Maaser

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Psyhotherapeutin, Berlin

Angelika Maaser

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Psyhotherapeutin, Berlin

Medizinische Tagung 22. - 24. Juni 2018 in Bad Boll/Eckwälden


Das ICH in der Lebensmitte

Anmeldung ab Februar 2018

 

Medizinische Tagung 09. - 11. November 2018 in Bad Boll/Eckwälden


Zeit der Reife (Titel folgt)

Anmeldung ab Juli 2018