Termine:

 

Termine 2010 / 2011:

05. - 07. Nov. 2010
14. - 16. Jan. 2011
20. - 22. Mai 2011

Vorblick auf die weiteren Themen:

  • allgemeine menschenkundliche Grundlagen
  • Substanzverständnis wichtiger allopathischer, homöopathischer, anthroposophischer Arzneimittel
  • allgemeinmedizinisch wichtige Erkrankungen in fachübergreifender Darstellung
  • von einer einstellenden, objektivierenden zu einer individualisierten, aktivierenden Medizin

Die zukünftigen schriftlichen Programme erhalten Sie entweder mit unserem Kontaktformular auf dieser Homepage oder auf Bestellung im Sekretariat (Frau Hernandez) Telefon 0711/4770369, Telefax 0711/4770368. Oder Sie schauen regelmäßig auf diesen Seiten herein, worüber wir uns sehr freuen würden.

 

Vorblick auf die nächste Zeit:

Die allgemeinmedizinische Praxis stellt für eine am Menschen als Individuum orientierte Medizin die notwendige Basis dar: hier ist es möglich, dem Patienten zunächst offen für alle Aspekte seiner Persönlichkeit und seiner Erkrankung zu begegnen. Wie aber kann der Arzt, der Pflegende, der Therapeut der menschlichen Individualität im Zuhören, in der Diagnostik, Beratung und Behandlung wirklich gerecht werden? Notwendig ist dazu ein differenziertes Erfassen des Patienten, das nicht nur den körperlichen und seelischen Aspekt seiner Erkrankung erkennen kann, sondern auch die Fähigkeit des Patienten durch entsprechende Anregungen und therapeutische Hilfestellungen selbst zu gesunden. Es gilt das lebendige, gestaltungsfähige Potential des Organismus zu erfassen und zu fördern: eine langfristige allemeinmedizinische Betreuung des Patienten muss über die kurzfristige Krankheitsbekämpfung hinaus die mittel- und langfristige Gesundheitsentwicklung vorrangig ins Auge fassen. Nachhaltige Gesundheitsentwicklung ist nur durch Förderung der leiblichen, seelischen und geistigen Eigenaktivität des Patienten (im sozialen Kontext) möglich, und dieses Ziel setzt eine entsprechende Aktivität des Patienten voraus.

Im Medizinstudium wird vor allem fachspezifisches und wenig allgemeinmedizinisches Wissen vermittelt; die Pathogenese, das Erkranken des Menschen steht im Vordergrund, während die Frage, welche Vorgänge dem gesunden Wachstum, den Heilprozessen des Organismus zugrunde liegen, wenig berührt wird. Ähnliches gilt, auch für weite Bereiche der Pflege- und Heilberufeausbildungen, Therapieschemata und Leitlinien, insbesondere die meisten ("doppelblinden") Studien, z.B. zur Wirksamkeitsprüfung von Arzneimitteln, klammern die Situation in der täglichen Praxis, die Begegnung mit dem Patienten als einmaliger, so kein zweites Mal existierender Individualität, gerade aus. Der Patient fühlt sich dort angenommen, wo jeder Aspekt seiner Person zugelassen ist und erfasst wird. Er erwartet eine Ausbildung des Arztes, der Krankenschwester oder des Therapeuten, die ihm als Mensch gewachsen ist und ihn nicht nur zum Fall einer somatischen oder psychologischen Pathologie reduziert. Gesundheit als gemeinsames Ziel von Patient und Therapeut wird erst wirklich, wenn die Medizin die gesunde individuelle Entwicklung begreift und in Diagnostik, Beratung und Therapie ebenso berücksichtigt wie die Pathologie.

Es erfolgt eine Zertifizierung der Teilnahme, die z.B. im Rahmen der internen Anerkennung als anthroposophischer Arzt vorgelegt werden kann. Die Ärztekammer Nordwürttemberg vergibt für das Seminar je Wochenende 16-20 Fortbildungspunkte im Rahmen des Fortbildungszertifikates.